Einst saßen die Männer im Winter vor dem Kaminfeuer und schnitzten ihre Weihnachtsfiguren als Zeitvertreib. Heute sind die Krippenfiguren und Schnitzereien aus Gröden weltweit gefragt. Mitte des 17. Jahrhunderts gingen die Künstlerfamilien Vinazer und Trebinger in Rom, Venedig und Brixen in die Holsschnitzereilehre und bald darauf gab es zahlreiche weitere in Gröden, die sich dieser Kunst professionell widmeten. Die Zeichenschule in St. Ulrich gab der sakralen Holzschnitzkunst einen weiteren Aufschwung.
Heute werden die Holzfiguren der Grödner Schnitzereien in alle Welt transportiert und gehören zu den schönsten Krippenfiguren. Mit Liebe zum Detail entstehen hier aus verschiedensten Hölzern wahre Kunstwerke. Aber auch Spielzeug und Kircheneinrichtungen werden angefertigt. Ein Besuch in einer der zahlreichen Ateliers im Ort gibt einen Einblick in diese wunderschöne Kunst und die Möglichkeit, selber ein paar Figuren für das nächste weihnachtliche Krippenspiel zu erstehen. Im Museum Gröden kann man eine Sammlung aus Figuren seit dem 17. Jahrhundert bestaunen.